Boksee

 

Über das Lager in Boksee wird berichtet, dass es sich im September 1942 " in der Fertigstellung" befand und "ab 1.Oktober bezogen werden" sollte. Neben dem Lagerpersonal war an die Unterbringung von rund 500 ausländischen Arbeitern gedacht worden. Genau wie in Wattenbek und in Flintbek gab es unter anderem elf Wohnbaracken und eine Wirtschaftsbaracke, in der sich auch eine Kantine befand. In der Kantine durfte der Ausschank von Flaschenbier und alkoholfreien Getränken "nur an die im Wohnlager Boksee untergebrachten [ausländischen] Gefolgschaftsmitglieder erfolgen". Der Landrat hatte dies dem Regierungspräsidenten im Januar 1943 für die Genehmigung einer entsprechenden Schankkonzession zugesagt. Er verfolgte damit aber auch einen bestimmten Zweck: "Es ist erwünscht, die Ausländer soviel wie möglich von den deutschen Volksgenossen fern zu halten." Das Lager befand sich in unmittelbarer Nähe des Bokseer Bahnhofs auf der westlichen Seite der (heute nicht mehr vorhandenen) Bahnlinie Segeberg-Kiel.

 

Quelle: www.zwangsarbeiter-s-h.de

Die beiden Bilder unten zeigen eine verbunkerte Zisterne oder eine Brunnenstube. Dieses lies sich bis jetzt noch nicht klären.